Zur damaligen Zeit war der Bedarf an Briketts sehr hoch, weshalb die Fabrik im Laufe der Jahre vergrößert wurde. Ursprünglich verfügte sie lediglich über zwei Brikettpressen, später waren es sieben. Hinzu kamen sechs Tellertrockner und zwei Röhrentrockner.

Eine Besonderheit war, dass alle Maschinen mittels Dampf betrieben werden konnten. Dieser diente sowohl als Antriebsmittel als auch zur Erzeugung von Strom, der in der Fabrik genutzt werden konnte.

Die letzte bauliche Erweiterung der Fabrik war die große Kraftwerkshalle im Jahr 1907.
 

Die Fabrik - Industrieller Aufschwung

Die Fabrik - Ein Denkmal deutscher Industriekultur

 

In der Brikettfabrik Louise begann im Jahr 1881 die Herstellung von Briketts, welche über 110 Jahre bis zum 06. Februar 1992 ununterbrochen fortgeführt wurde. Selbst als 1945 die Rote Armee einmarschierte kam es nur stundenweise zum Stillstand. Als eine der kleinsten Brikettfabriken Deutschlands erreichte sie dennoch eine Tagesleistung von rund 600 Tonnen. Heute ist die Brikettfabrik Louise die älteste noch vollständig erhaltene Brikettfabrik Europas.
 

Die Brikettfabrik Louise besteht aus mehreren Gebäuden:

Kraftwerkshalle, Nassdienst Brechen (zum mahlen und klassieren der Kohle), Rohkohlebunker, Kesselhaus, Trockendienst, Pressenhaus, Kühlhaus und mechanische Werkstatt
 

Das letzte Brikett

 

Die Stilllegung der Fabrik erfolgte schlagartig. Von einem auf den anderen Tag wurde der Maschinenbetrieb eingestellt und so am 12. November 1991 um circa 12:07 Uhr das letzte Brikett gepresst. Jahrelange Mitarbeiter, die Tag für Tag in der Fabrik arbeiteten, hatten plötzlich keine Arbeit mehr und wurden am Tag der Stilllegung mit einem kleinen Ständchen der örtlichen Musikkapelle vertröstet. Viele von ihnen verließen den Ort daher mit gemischten Gefühlen und manche kehrten aufgrund dessen nie mehr zurück.  
 

Vom Industriebetrieb zum Technischen Denkmal

 

Seit September 1992 ist die Brikettfabrik Louise als Technisches Denkmal im Land Brandenburg eingetragen. Der „Freundeskreis Technisches Denkmal Brikettfabrik Louise e. V.“ wurde am 2. September 1994 gegründet und engagiert sich bis heute für den Erhalt und die Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit der Maschinen und Anlagen. Heute dient das historische Fabrikgelände kulturellen Zwecken wie Theateraufführungen, Konzerte und Ausstellungen. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Geschichte und die Menschen niemals in Vergessenheit geraten. 
 

Brikettfabrik Louise

 

Heute ist die Brikettfabrik Louise als Museum für jedermann zugänglich. An festen Besuchertagen ermöglichen geführte Touren über das alte Fabrikgelände einen faszinierenden Einblick in die damalige Arbeit und machen deutlich, mit welchen Schwierigkeiten und Gefahren die Arbeit verbunden war. Eine Besonderheit ist die Inbetriebnahme der alten Maschinen, welche Geschichte hautnah erlebbar macht.
 

Brikettfabrik Louise - Heute

 

 

Quellen:

Führung Brikettfabrik Louise

www.uebigau-wahrenbrueck.de/verzeichnis

https://de.wikipedia.org/wiki/Brikettfabrik_Louise

https://de.wikipedia.org/wiki/Brikett

standort

www.uebigau-wahrenbrueck.de

Louise 111

04924 Uebigau-Wahrenbrück

 

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